Der Seele Flügel geben


Kurs in Wundern

Grundlage für ein fundiertes Verständnis des Denksystems

Verstehen - Reflektieren eine andere Wahl treffen



Nichts Wirkliches kann bedroht werden
Nichts Unwirkliches existiert.
Hierin ruht der Friede Gottes




"Kurs in Wundern"

Wenn du jemandem begegnest, so erinnere dich daran, dass es eine heilige Begegnung ist.

Wie du ihn siehst, wirst du dich selber sehen.

Wie du ihn behandelst, wirst du dich selbst behandeln.

Wie du über ihn denkst, wirst du über dich selbst denken.Vergiss dies nie, denn in ihm wirst du dich selbst finden oder verlieren.

Jedes Mal, wenn zwei Gottessöhne einander begegnen, ist ihnen eine Gelegenheit zur Erlösung gegeben.

Geh nie von irgendjemandem fort, ohne ihm Erlösung geschenkt und sie selber empfangen zu haben.





Kurs in Wundern

Der Kurs ist nicht wie wir es gewohnt sind linear aufgebaut, sondern kreisförmig. Jeder Satz enthält die Lehre des ganzen Kurses. Nicht die Intellektuelle Beherrschung des Kurses ist gewünscht, sondern die Erfahrung dessen wovon der Kurs handelt, die Aufhebung der Störung die uns daran hindert, uns an Gott zu erinnern. Die Grundbotschaft des Kurses ist die Vergebung und das Aufgeben der Hindernisse, die das Ego zwischen uns und Gott errichtet hat.

Was ist das Ego? Grundsätzlich bezeichnet der Kurs das Ego mit Sünde, Schuld und Angst. Im Kurs ist Sünde = der Glaube an die Trennung von Gott, Erbsünde der Glaube, wir hätten uns von Gott unserem Schöpfer, der uns wie sich selber schuf, getrennt. Wenn dieser Fehler aufgetreten ist und das tut er als Gedanke oder Glaube, ist ein Schuldgefühl die Folge.

Schuld und Mangelprinzip. Aus psychologischer Sicht folgt auf Sünde immer Schuld. Wenn wir gesündigt zu haben glauben, machen wir psychologisch eine Erfahrung der Schuld. Schuld wird im Kurs anders definiert. Für uns ist Schuld eine bewusste Erfahrung: Wenn wir etwas gemacht haben, was wir besser nicht gemacht hätten oder was wir nicht gemacht haben. Diese bewusste Schuld entspricht der Spitze eines Eisbergs. Die Hauptmasse der Schuld ist unter der Oberfläche unseres Bewusstseins. Schuld ist demnach die Summe aller Negativen Erfahrungen, Gefühle und Überzeugungen, die wir über uns hegen. Sie ist das Gefühl, dass wir mit jeder Faser unseres Seins verkehrt sind. Jeder Selbsthass, Versagen, Minderwertigkeits- und Schuldgefühl usw. sind in der Schuld zusammengefasst. Mangelprinzip ist ein Grundzug der Schuld, der Glaube etwas fehle uns. Es äußert sich in Scham, Verlegenheit. Die Bedürfnisse des Mangelprinzips sind nicht nur geistig materiell, sondern auch körperlich.

Schuld und Bestrafung. Ein wichtiges Merkmal der Schuld ist der Glaube an Bestrafung. Wenn wir an Schuld glauben, glauben wir auch an Strafe die wir fürchten. Jede Ursache der Angst, ungeachtet ihrer scheinbaren Ursache in der Welt, ist die Angst vor künftigen Strafen die unsere Schuld erfordert. Wenn wir also glauben von Gott getrennt zu sein, tun wir den Schritt von der Sünde zur Schuld und bekommen Angst. Eigentlich haben wir vor Gott Angst, weil wir glauben uns von ihm getrennt zu haben, und seine Strafe zu verdient. Dies gibt uns ein Gefühl ganz von Gott getrennt zu sein und zu fürchten er würde uns töten oder bestrafen. Denken wir an all die Bibelstellen von einem strafenden Gott der eine Projektion unseres Selbst ist. Er hat nichts mit dem liebenden Gott des Kurses zu tun.

Ego

Kein Ausweg? Voltaire sagte, Gott hat uns als sein Ebenbild erschaffen und wir haben es ihm gleich getan - das Bild, das wir uns von Gott gemacht haben, entspricht unser eigenen Schuld. Diese sagt uns, Gott müsste in einen rachsüchtigen und strafenden Gott verwandelt werden, der uns bestraft. Wenn diese unheilige Dreieinigkeit von Sünde, Schuld und Angst einmal in Gang gekommen ist, setzt sie sich einfach immer weiter fort. Es scheint kein Entrinnen oder Ausweg dahinaus zu führen. Aber es muss doch einen Ausweg geben.

Ego, Gott und die Schuld. Da Gott im Ego zum Feindbild wurde, können wir uns mit unserem Selbsthass und unserer Angst nicht an ihn wenden. Als einzige Zuflucht bleibt uns das Ego - und das sagt uns, wir sollen an es glauben. An das Ego glauben ist gleichbedeutend damit, an die Trennung von Gott zu glauben. Also braucht es uns nur dazu zu bewegen, an die Trennung zu glauben, um seine Existenz zu sichern. Glauben wir an die Trennung, glauben wir gleichzeitig an die Sünde und Schuld, was die Strafe rechtfertigt. Solange wir Schuld empfinden, hat das Ego das Sagen. Solange wir an das Ego glauben müssen wir akzeptieren, dass das Ego unser Schuldgefühl aufrecht erhalten will. Wenn wir uns also ans Ego wenden, um unsere Schuld los zu werden, wird es zwar sagen es hilft uns. Aber heimlich wird es unsere Schuld immer mehren. Und dies tut es wie folgt: Schuldvermehrung, Verdrängung, Verleugnung. Erst sagt das Ego uns, wir sollen die Schuld ins Unbewußtsein schieben und tun, als existiere sie nicht. Der psychologische Begriff dafür ist Verdrängung oder Verleugnung. Er ist einer unseren wesentlichen Mechanismen, ein Problem ist nicht da, wenn wir es nicht sehen. Vogel Strauß-Prinzip oder unter den Teppich kehren klappt leider nicht lange, weil wir wissen, dass das Problem noch da ist. Das Ego muss uns noch einen Schritt weiter führen, damit wir die Schuld wirklich los werden, durch Projektion.

Projektion ist ein Vorgang, in dem wir die Schuld, die in uns ist, nehmen und jemand anderem zuschieben. Jetzt sehen wir die Schuld nicht mehr in uns sondern, im anderen und wir können sagen: Nicht ich bin schuld für all das Elend das mir widerfährt, sondern der andere ist es. Er ist der Schuldige, wenn er mir das nicht angetan hätte, käme ich mir ganz in Ordnung vor.

3. Buch Mose, Levitikus A T, Junkipur Ahorn. Bei den Juden war es Sitte, am Tage Junkipur alle Sünden des Volkes auf einen Ziegenbock zu produzieren und ihn dann in die Wüste zu jagen, in der Hoffnung sich damit aller Sünden entledigt zu haben. Ärger oder Wut versucht immer die Projektion zu rechtfertigen, die wir einem anderen zugeführt haben. Ärger ist nie gerechtfertigt. Sinn eines jeden Ärgers ist, die Schuld der Trennung nicht mehr in uns zu sehen, sondern im anderen. So können wir uns besser fühlen. Es kann ein Mensch, eine Gruppe, ein Land oder Gott sein. Wir wollen nur jemanden finden, den wir für schuldig befinden können. Daraus sind alle Vorurteile gemacht, was man in der ganzen Geschichte sehen kann. Das Ego macht uns glauben, das würde uns von unser Schuld befreien.

Wären wir in Frieden, könnten wir uns nie ärgern. Da Gott uns seinen Frieden gegeben hat, hat nichts und niemand die Macht oder die Möglichkeit, uns unseren Frieden zu nehmen - es sei denn, wir geben ihm die Macht dazu oder nehmen den Frieden nicht an.

Schuld und Vergebung

Der Kreislauf von Schuld und Angriff: Deshalb ändert sich auch nichts in der Welt. Es gibt 2 Arten der Schuld, 1. die besondere Liebesbeziehung und 2. die besondere Hassbeziehung. Es gibt Menschen, auf die wir unsere Schuld projizieren oder Menschen, die wir besonders lieben. Dies ist ein dünner Schleier über den Hass, denn wenn du erfüllst, was ich mir wünsche, mir das gibst, was in mir fehlt, weil Gott es mir nicht geben kann, dann gibst du mir ein gutes Gefühl und machst mich vollständig. Das wiederum führt zur Abhängigkeit und Abhängigkeit führt zu Hass. Ohne Gottes Hilfe gäbe es kein Entrinnen.Gottes Hilfe ist der Heilige Geist, die Stimme Gottes, die uns sagt, es gibt eine andere Art miteinander umzugehen. Das Hauptmittel ist Vergebung. Wir sind der Projektor und auf der Leinwand sehen wir unser ganzes Leben. Der Heilige Geist benutzt die Projektion (unser Gegenüber), um uns zu zeigen, dass die Schuld in uns ist, die wir sonst nicht sehen können.

Vergebung besteht aus drei Schritten

1. Als erstes wird die Schuld von außen (unserem Partner, Land, Regierung, Arbeit usw.) zu uns zurück geholt. Suche nicht die Welt zu ändern, sondern ändere dein Denken über die Welt. Unsere Probleme sind nicht außerhalb von uns. Wir brauchen nicht die Welt zu ändern, sondern unser Denken über sie. Das ist das Wunder. Nur das ist das Wunder! Das Ego ist nur ein Gedanke, den wir ändern können.

2. Die Schuld anders betrachten, also erkennen, dass Schuld eine Entscheidung ist, die wir getroffen haben, nämlich uns schuldig zu sehen und die Schuld zu verdrängen, um sie dann auf unser gegenüber zu projektieren bringt uns dahin, dass wir nur die Entscheidung treffen müssen, uns nicht mehr schuldig zu sehen.

3. Der Heilige Geist kann die Schuld von uns nehmen, wenn wir nicht mehr an ihr fest halten. Der Plan des heiligen Geistes ist jede Sekunde in unserem Leben wirksam. Das einzige was von uns verlangt wird, ist die unsere eigene Wahl, wie wir die Dinge betrachten. Der Heilige Geist sieht die Dinge entweder als Ruf nach Liebe oder als Ausdruck der Liebe. Die Bibel sagt: Vollkommene Liebe vertreibt die Furcht und nicht wie wir als Angriff.

Vergebung. Der Kurs wird ganz oder gar nicht gelehrt. Jeder Angriff ist ein Ruf nach Liebe, jeder Angriff ist mein eigener Hilferuf nach Liebe. Vergebung hebt den Glauben auf, von einander getrennt zu sein. Wenn ich mich mit meinem Bruder in Christi verbinde und unser Einssein anerkenne, habe ich das Ego aufgehoben. Indem ich einem anderen vergebe, heile ich mich. Ich treffe die Wahl, die Welt anders zu sehen und kehre mit meinem Bruder zurück zu Gott, den wir in Wirklichkeit nie verlassen haben.



"Vergib uns unsere Illusionen, Vater, und hilf uns, unsere wahre Beziehung zu Dir zu akzeptieren,

in der keine Illusionen sind und in der keine je eindringen können.

Unsere Heiligkeit ist die Deine. Was kann in uns sein, das Vergebung braucht, wenn die Deine vollkommen ist?

Der Schlaf des Vergessens ist nur der Unwille, uns an Deine Vergebung und Deine Liebe zu erinnern.

Lass uns nicht in Versuchung geraten, denn die Versuchung des Sohnes Gottes ist nicht Dein Wille,

und lass uns nur das empfangen, was Du gegeben hast, und nur das in unserem Geist annehmen,

was Du liebst.

Amen"